Kniprodinis im Homeschooling

Besondere Umstände erfordern besondere Maßnahmen - und machen erfinderisch!

Wie für Sie alle, kam auch für das Kollegium der Winrich-von-Kniprode-Schule die Nachricht der Schulschließungen wegen des Corona-Virus sehr überraschend und plötzlich. Die Kinder waren wegen des pädagogischen Ganztages zu Hause und die Lehrer*innen mitten in einer Fortbildung zum Einsatz der iPads im Unterricht, als am Freitag-Nachmittag die Nachricht des Ministeriums kam:

"Ab Montag kein normaler Unterricht mehr! Nur noch Notgruppenbetreuung! Die Lehrer*innen stellen den Kindern ab Montag Material- und Lernpakete zusammen, so dass die Kinder nun zu Hause weiter lernen können."

So kam es, dass an dem Wochenende erstmal in allen Teams die Köpfe - und der Kopierer - rauchten und für drei Wochen Pläne und Arbeitsmittel erstellten, zusammen stellten und stapelten, so dass am Montagmorgen für jedes Kind das Lernmaterial abholbereit war. Denn so eine Anweisung in einer Grundschule "mal eben" umzusetzen, ist gar nicht so einfach - nicht alle Kinder unserer Schule verfügen über ein für sie zugängliches, internetfähiges Endgerät oder auch einen Drucker, so dass die Möglichkeit, alles einfach über unseren Schulserver IServ zu Verfügung zu stellen, vom Kollgium schnell verworfen und lieber Alles zum Abholen bereit gestellt wurde.

Nun waren zwar alle Kinder (und Eltern) mit Aufgaben versorgt, doch das reichte uns im Kollegium natürlich nicht. Allzuschnell vermissten wir den Alltag mit den Kindern, das Begleiten von Lernprozessen, das Erleben von Lernfortschritten, ... So begannen wir, die Möglichkeiten des digitalen Austauschs zu sichten, trotz anfänglicher Schwierigkeiten und Überlastungen zu testen und schließlich anzuwenden: Mails und Nachrichten über Iserv, regelmäßiger Klassen-Chat über den Iserv-Messenger, Austausch von Fotos und Geburtstagsgrüßen, persönliche Nachrichten über Antolin, Erklärvideos zu Unterrichtsinhalten zum Download, tägliche virale Frage-Stunden und Online-Unterricht via Video-Konferenz-Kanal.

Bereits seit zwei Wochen befinden sich wegen der Corona-Schulschließungen nun alle Kinder der Kniprode-Schule im sogenannten Homeschooling und lernen nun am häuslichen Schreibtisch mit Elternhilfe, was sie sonst im Klassenverbund gelernt hätten. Alle Kinder? Nein, ein paar Kinder kommen immer noch in die Schule und werden von Lehrer*innen und den Erzieher*innen des Ganztages in Notgruppen betreut und versorgt. Dort arbeiten auch sie an ihren Wochenaufgaben, doch helfen sie den Kolleginnen auch, digitale Lernmittel für ihre Klassenkameraden zu Hause - zum Beispiel für den Englischunterricht - zu erstellen und werden so nebenbei zu iPad-Experten für ihre Klassen für die Zeit nach Corona.

Mittlerweile nutzen alle acht Kniprodini-Klassen mindestens eine der oben genannten Möglichkeiten, damit Lehrer*innen und Schüler*innen in Touch bleiben, sich austauschen und so trotz Kontaktsperre das Wir-Gefühl der Klassen gestärkt wird. Auch das Kollegium untereinander nutzt nun einen Videochat als Möglichkeit kleiner Online-Konferenzen und zum Teamen. Die Kinder - selbst die noch im Schreiblernprozess befindlichen Erstklässler - chatten beinahe täglich untereinander und mit ihren Klassenlehrerinnen und Gruppenleitungen und muntern sich gegenseitig auf und stellen sich Aufgaben, wie zum Beispiel den, an der [extern]Wir-beiben-zu Hause-Regenbogen-Aktion teilzunehmen.

Viele Dinge, vor denen vorher noch einige bei uns im Lehrerkollegium zurück geschreckt sind, werden nun in der Not als tolle Hilfsmittel und Lernwege entdeckt und wir können aus unserer Sicht auf jeden Fall sagen, dass die Digitalisierung an der WvK jetzt erst recht voran schreitet :-)



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